MAIV im Dialog I

Eventart

Vortrag

Treffpunkt

Wirtshaus Hohenwart Gietlstr. 15, 81541 München

Datum & Zeit

20.07.2026, 19:00 Uhr

Maximale TeilnehmerInnenanzahl

Teilnehmerzahl unbegrenzt, bitte um Anmeldung für Planung des Abends.

Fotos

Neumann 2.0 Architekten

Wir laden Sie herzlich zur Premiere für „MAIV im Dialog“ – die neue Veranstaltungsreihe des MAIV ein
Freuen Sie sich auf spannende Einblicke, fachliche Impulse und persönliche Begeg- nungen. „MAIV im Dialog“ bringt Mitglieder zusammen, fördert den Austausch über die Berufspraxis und macht die Vielfalt unseres Netzwerks erlebbar.
Sabine Neumann (Architektin, 1. Vorstand MAIV) von Neumann 2.0 Architekten und Christian Bock (Tragwerksplanung, MAIV Mitglied) von bracher bock ingeneure be- richten über die Herausforderungen des Projekts Transformation des Geschäftshauses „Zum Rappeneck“.
Denkmalgerechte Transformation für zeitgemäße Nutzung
Das 1911 von Eugen Hönig und Karl Söldner errichtete Geschäftshaus „Zum Rappe- neck“ vereint historisierende Architektur mit einer für seine Zeit außergewöhnlich mo- dernen Konstruktion: Hinter der Natursteinfassade verbirgt sich ein Stahlskelettbau nach amerikanischem Vorbild mit genieteten Stahlträgern und Ziegelkappen.
Die Revitalisierung stellte hohe technische und denkmalpflegerische Anforderungen. Nach jahrzehntelanger baulicher Verflechtung mit den Nachbargebäuden musste die his- torische Struktur behutsam separiert und für eine zeitgemäße Nutzung mit Einzelhandel und Büroflächen ertüchtigt werden.
Im Mittelpunkt stand der Erhalt der konstruktiven Substanz. Historische Stahlträger wurden mit traditionellen Schraubengarnituren verstärkt, geschädigte Ziegelkappen durch Stahlbetonausfachungen ergänzt. Besonders anspruchsvoll war die Sanierung der Gründung: Die bis zu 2,5 Meter tief gegründeten Stahlstützen liegen teilweise unter dem Grundwasserspiegel und wurden durch Stahlbetonummantelungen dauerhaft gesichert.
Denkmalgerechte Kernsanierung für zeitgemäße Nutzung

Auch die Muschelkalkfassade wurde sorgfältig restauriert und mit passgenauem Steiner- satz ergänzt. So entstand aus einem gefährdeten Baudenkmal ein zukunftsfähiges Ge- schäftshaus, das die technische Innovationskraft des frühen 20. Jahrhunderts sichtbar bewahrt und zugleich heutigen Anforderungen gerecht wird.